Kann ich das Handy meiner Tochter ohne ihre Zustimmung orten?

Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass wir im Allgemeinen wissen, wo unsere Kinder sind, mit wem sie unterwegs sind und was sie tun. Aber in der digitalen Welt, in der auch unsere Kinder immer mehr Zeit verbringen, werden wir oft auf die Rolle des Beobachters beschränkt, und viele von uns leiden unter einem Fall digitalen Schleudertraumas und wird davon ganz schwindelig. Unsere Kinder, selbst die kleinen, verstehen die Technologie von heute oft besser als wir es tun.

Da sich der digitale Teil des Soziallebens unserer Kinder außerhalb unserer Sicht abspielt, müssen wir unverblümte Fragen stellen und genau darauf achten, was sie tun. Und da wird es unangenehm. Viele Eltern haben ein mulmiges Gefühl bei der Vorstellung, ihren Kindern digital „hinterher zu spionieren“.
Ist es wirklich okay, ihr Online-Verhalten genau zu überwachen? Das hängt davon ab, wie weit Sie dabei gehen. „Der Unterschied zwischen verantwortungsvoller Überwachung und Spionieren ist der ‚Hab dich‘ – Faktor“, sagt Nurit Scheinberg, Doktor der Erziehung, Leiter des Mailman Segal Forschungsinstituts für frühkindliche Studien an der Nova Southeastern Universität in Fort Lauderdale, Florida. Wenn Ihre Kinder nicht wissen, dass Sie ihren Internetgebrauch überwachen und sobald Sie etwas finden, wenden Sie sich mit „Hab Dich!“ an sie, werden sie geschockt und wahrscheinlich verärgert reagieren und fangen vielleicht an, Dinge vor Ihnen zu verheimlichen. Wenn Sie also darüber entscheiden, wie und wie viel Sie überwachen, binden Sie Ihre Kinder mit ein.
Ihre Ehrlichkeit hat aber auch Schwächen: Wenn Ihre Kinder wissen, dass Sie sie beobachten, wird höchstwahrscheinlich ihr Selbstüberwachungssinn einsetzen. (Natürlich sind Kinder Meister darin, Wege um die elterliche Kontrolle herum zu finden – mehr dazu später.) Das Beste, was Sie tun können: Stellen Sie den Computer an einen zentralen Platz. Es gibt keinen besseren Weg, um die Dinge im Auge zu behalten, als gelegentlich vorbeizugehen und nebenbei zu fragen: „Hey, was für eine Webseite ist das denn?“
Ja, Sie wollen Ihren Kindern vertrauen. Aber: Sie sind Kinder – sich auf ihr Wort zu verlassen, ist vielleicht nicht genug, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Stellen Sie also Fragen: Mit wem reden sie? Welche Webseiten haben sie heute besucht? Versuchen Sie, bei Ihren Gesprächen einen positiven Ton zu wahren – oder zumindest einen neutralen! Wenn als einzige Nachricht „Du bist zu oft am Computer“ oder „Schau dir nicht diese Webseite an“ ankommt, kann das zu einem Streitpunkt werden und die Kinder werden sich nicht mehr an Sie wenden, wenn sie online etwas sehen, dass sie verstört oder verwirrt.
Machen Sie regelmäßige Kontrollen, um die ganze Wahrheit zu erfahren: Lernen Sie, wie Sie den Browserverlauf nutzen können, um zu sehen, welche Webseiten vor Kurzem besucht wurden und was gedownloadet wurde.

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